Offene Worte in Berlin: CDU-Kreisvorsitzende diskutieren mit Bundeskanzler Merz
Dr. Frank Schmädeke vertritt den CDU-Kreisverband Nienburg bei zweitägiger Konferenz – Reformen, Parteiarbeit und Kritik an der Bundespolitik im Mittelpunkt
Wie kann die CDU das Vertrauen der Menschen stärken, notwendige Reformen voranbringen und zugleich ihre Mitglieder vor Ort stärker einbinden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zweitägigen Kreisvorsitzendenkonferenz am 2. und 3. November in Berlin. Mit dabei war auch unser heimischer Landtagsabgeordneter und Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Nienburg, Dr. Frank Schmädeke.
Rund 330 Kreisverbände bilden das Rückgrat der CDU. Ihre Vorsitzenden wissen aus unmittelbarer Erfahrung, welche Themen die Menschen beschäftigen, wo politische Entscheidungen auf Zustimmung stoßen und wo es Kritik gibt. Entsprechend offen verlief nach Medienberichten auch der Austausch mit Bundeskanzler und CDU-Parteivorsitzendem Friedrich Merz am Montagabend im Konrad-Adenauer-Haus.
Dabei ging es insbesondere um die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung, die schwierige Situation innerhalb der Koalition und die Frage, wie die CDU wieder mehr Vertrauen gewinnen kann. Die Diskussion mit dem Bundeskanzler nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich vorgesehen.

Neben der aktuellen Bundespolitik beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit der Zukunft ihrer Partei. Gemeinsam mit CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann und der Struktur- und Satzungskommission diskutierten sie über eine Modernisierung der Parteiarbeit, neue digitale Möglichkeiten und die Weiterentwicklung der Parteiorganisation.
Unter dem Titel „Wie wir Deutschland reformieren“ standen zudem die politischen Herausforderungen der kommenden Jahre im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs mit Bundesministerin Karin Prien, Nina Warken und dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Johannes Winkel.
Am Dienstag wurde die Konferenz im Deutschen Bundestag fortgesetzt. Dort stand ein Austausch mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, auf dem Programm.
Für Frank Schmädeke, der neben seinem Landtagsmandat und dem Vorsitz des CDU-Kreisverbandes Nienburg auch stellvertretender Landrat ist, hat der direkte Austausch zwischen der Parteiführung in Berlin und den Verantwortlichen vor Ort eine besondere Bedeutung. Denn gerade in den Städten und Gemeinden erleben die Kommunalpolitiker unmittelbar, wie politische Entscheidungen bei den Menschen ankommen.
Die zahlreichen Wortmeldungen und die intensive Diskussion mit Friedrich Merz zeigten vor allem eines: Die Kreisvorsitzenden wollen nicht nur über Entscheidungen aus Berlin informiert werden, sondern ihre Erfahrungen und Erwartungen stärker in die politische Arbeit der Bundespartei einbringen.
