Landvolk-Feldrundfahrt: Landwirtschaft, Energie und Infrastruktur vor Ort
Landwirtschaftliche Themen lassen sich am besten dort besprechen, wo sie ganz konkret werden: auf den Betrieben, auf den Feldern und im direkten Austausch mit den Menschen, die jeden Tag Verantwortung für unsere Region übernehmen.
Deshalb habe ich mich sehr über die Einladung des Landvolks Niedersachsen, Kreisverband Mittelweser, zur traditionellen Feldrundfahrt im Bezirk Steyerberg gefreut. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Agribusiness ging es diesmal nach Sarninghausen. Auf dem Programm standen die Besichtigung der Bürgerenergie Steyerberg-Fernwärme eG, ein Vortrag zum Rhein-Main-Link und eine gemeinsame Rundfahrt durch die Region.
Wärme aus der Region für die Region

Ein erster Schwerpunkt war die Bürgerenergie Steyerberg-Fernwärme eG. Vor Ort konnten wir uns ansehen, wie regionale Energieversorgung ganz praktisch funktioniert und welche Technik dafür notwendig ist.
Solche Projekte zeigen, dass die Energiewende nicht nur aus politischen Zielen und Gesetzen besteht. Sie muss vor Ort funktionieren, wirtschaftlich tragfähig sein und von den Menschen mitgetragen werden. Bürgerenergie und regionale Wärmenetze können dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
Besonders interessant war deshalb der Blick hinter die Kulissen und in die technische Anlage. Wer vor einem solchen Heizkessel steht, bekommt noch einmal einen ganz anderen Eindruck davon, was hinter einer verlässlichen Wärmeversorgung tatsächlich steckt.

Der Rhein-Main-Link und seine Folgen für unsere Region
Ein weiteres wichtiges Thema war der geplante Rhein-Main-Link. Ein Vertreter von Amprion informierte über das Infrastrukturprojekt und die damit verbundenen Planungen.
Der Ausbau der Stromnetze ist notwendig. Gleichzeitig dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, was solche großen Infrastrukturvorhaben für die betroffenen Regionen und insbesondere für die Landwirtschaft bedeuten. Flächen werden in Anspruch genommen, Betriebe sind von Bauarbeiten betroffen und langfristige Auswirkungen auf die Bewirtschaftung müssen berücksichtigt werden.
Deshalb ist es wichtig, frühzeitig miteinander zu sprechen, Fragen offen anzusprechen und die Erfahrungen der Menschen vor Ort in die Planungen einzubeziehen.
Gemeinsam durch die Region
Anschließend ging es auf gemeinsame Rundfahrt. Gerade dieser Teil der Feldrundfahrt macht den besonderen Wert solcher Termine aus: Man sieht die Flächen, über die gesprochen wird, direkt vor Ort und hat gleichzeitig Zeit für Gespräche.

Dabei ging es nicht nur um einzelne politische Themen, sondern auch um die ganz praktischen Herausforderungen der Landwirtschaft. Genau diesen Austausch brauche ich für meine Arbeit im Niedersächsischen Landtag. Gute Entscheidungen entstehen nicht allein am Schreibtisch in Hannover.
Danke an das Landvolk Mittelweser und den Verantwortlichen vor Ort für die Einladung, die Organisation und die vielen offenen Gespräche. So eine Feldrundfahrt ist für mich immer wieder eine gute Gelegenheit, genau hinzuhören, nachzufragen und wichtige Eindrücke aus unserer Region mit nach Hannover zu nehmen.