Parlamentarischer Abend der Landschaftsverbände in Hannover

Mit kulturellen Highlight aus dem Förderportfolio der Landschaftsverbände, festlich humorigen Ansprachen und einem abschließenden kulinarischen „Come together“ im Landtagsrestaurant „Zeit für…“ begingen die Die dreizehn Verbände der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) ihren alljährlichen parlamentarischen Abend.

Die Arbeitsgemeinschaft initiiert gemeinsame Projekte, dient dem Erfahrungsaustausch und der Vertretung der gemeinsamen Interessen. ALLviN ist allerdings kein Dachverband, sondern eine unbürokratische Plattform der Zusammenarbeit. Deren Organisation und Betreuung wird im zweijährigen Wechsel von einem der beteiligten Verbände übernommen und traditionell beim parlamentarischen Abend übergeben.

Und so war es am Dienstagabend die vornehme Aufgabe des Noch-Vorsitzenden Landrat Michael Roesberg aus dem Landkreis Stade die zahlreichen Gäste zu begrüßen und die einleitenden Worte zu diesem schönen Abend zu sprechen. Roesberg verwies auf die Erfolge der regionale Kulturförderung, die mit 1000 Kulturprojekten für 10.000.000 € maßgeblich zu Pflege und Erhalt niedersächsischer Kultur, vor allem in kleineren Städten und Gemeinden beizutragen weiß. Er lobte das von der Landesregierung initiierte Investitionsprogramm zur Förderung kleiner Kulturmaßnahmen. Der Bedarf bei Kunstvereinen und kleinen Theatern sei riesig, die Durchführung habe Erfolge gezeigt und man wünsche sich nun die Verstetigungen.

Roesberg ging auch kurz auf die großen Herausforderungen der Archive in Niedersachsen ein. Dort stehe man vor großen Aufgaben in Bezug auf rechtliche und auch politische Fragen, zum Beispiel, wie man mit der Digitalisierung umgehe und wie die Archive als Orte der Bildung gestärkt werden können.

Landtagsvizepräsident Dr. Bernd Busemann betonte in seinem Grußwort, dass das Engagement der Landschaften in der Kulturförderung deutschlandweit einzigartig sei und sogar unter dem Schutz der Verfassung stehe. Daraus würde sich, so der Präsident, ein Auftrag zur Weiterentwicklung ableiten, der über die reine Pflege hinausgehen müsse. Die in ALLviN gebündelten Verbände seien tragende Säulen der Kultur und Heimatpflege. „In Zeiten schwindender Bindungen wird der Begriff Heimat neu definiert. Heimat hat Konjunktur!“ Busemann erinnert an Skepsis un Häme aus den Anfangsjahren. Die Verbände trügen in sich die Geschichte und Tradition ihrer Region. „Jeder mit seiner Geschichte sind wir Niedersachsen! Im Sinne des Subsidiaritätsprinzip, das besagt, dass eine Aufgabe möglichst von der kleinsten „zuständigen“ Einheit übernommen werden soll, seien „Brüssel, Berlin und Hannover außen vor“. Nur von unten könne ein Staat gelingen. „Unsere Landschaften wissen, was los ist, was gepflegt werden will! Übergeordnete Einheiten sollten nur dann eingreifen, wenn die unteren Einheiten es nicht können. Dies sei beim Beispiel der Landschaften nicht der Fall.

Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur, fasste die Arbeit der Landschaftsverbände abschließend in einem treffenden Satz zusammen. Sie schaffen Glanzpunkte des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Niedersachsen.

Überbrachte das Grußwort des Landtags-Vizepräsident Dr. Bernd Busemann

Beim anschließenden Empfang bot sich die Möglichkeit, das Gehörte zu vertiefen und zu diskutieren. Eine rundherum gelungene Veranstaltung.

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