Trafen sich Corona-konform im großen Tagungsraum von „Fundus Aktiv“ – (v.li.) MdL Dr. Frank Schmädeke (CDU), Matthias Mente vom Verein Herberge zur Heimat und Wohnwege Geschäftsführerin Petra Jäkel (Foto: Büro Schmädeke)

NIENBURG. Eigentlich hatten Wohnwege-Geschäftsführerin Petra Jäkel und ihr Kollege Matthias Mente auf einen Austausch im Landtag in Hannover gehofft. Dort wollte man, gemeinsam mit den Vertretenden des Bündnis Niedersächsischer Erwerbslosenberatungsstellen (BüNE) zu einem Austausch mit dem heimischen Landtagsabgeordneten und Fachausschussmitgliedern zusammenkommen, um über die Landesförderung der Beratungsstellen zu sprechen.

„Das funktioniert in diesem Frühjahr aufgrund der Beschränkungen durch die Pandemie leider nicht“, bedauert der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke. Stattdessen stattete er der Erwerbslosenberatungsstelle im Landkreis Nienburg (ELaN) nun einen Besuch ab. Im Gespräch mit der neuen Wohnwege-Geschäftsführerin Petra Jäkel und Matthias Mente lobte Schmädeke das herausragende Engagement und den regelmäßigen Austausch. Bereits 2019 hatte man sich in Hannover am Rand des Planums getroffen, um die Situation der Beratungsstellen zu besprechen.

Landesweit hatte das BüNE Forderungen an die Politik gestellt, um die Qualität der Erwerbslosenberatungsstellen auch über das Auslaufen der Landesförderung Ende

2021 hinaus abzusichern. „Grade in diesen Krisenzeiten hat sich die Notwendigkeit bestätigt“, betont Matthias Mente. Durch die Beratung würden Bearbeitungsabläufe deutlich deeskaliert und beschleunigt, was nicht nur gut für Erwerbslose sei, sondern auch die zuständigen Behörden entlaste. „Allerdings ist der Umfang von 15 Personenstunden mit hauptamtlichen Mitarbeitenden aus den 13.500 € dieser Förderung nicht finanzierbar“ so Mente weiter. „Selbst Kosten für eine Viertel Stelle mit 9,75 Wochenstunden bedeuten ein Arbeitgeber Brutto von ca. 17.000 € pro Jahr. Inklusive der Sachkosten müsste eine Förderung in Höhe von 20.000, – € jährlich erfolgen, zumal die Anpassung der Löhne dabei noch nicht berücksichtigt ist!“.

Das Bündnis wünscht sich darüber hinaus auch eine Förderung von Vernetzung und Koordinierung, um die Weiterentwicklung der Netzwerkstrukturen zum Beispiel zur Unterstützung der Einrichtungen bei der Akquise von Fremdmitteln, beim kollegialen Austausch, Qualitätssicherung, in regionalen Netzwerke und bei der digitale Vernetzung der Sozialberatung in Niedersachsen professionell zu unterstützen.

Trafen sich Corona-konform im großen Tagungsraum von „Fundus Aktiv“ – (v.li.) MdL Dr. Frank Schmädeke (CDU), Matthias Mente vom Verein Herberge zur Heimat und Wohnwege Geschäftsführerin Petra Jäkel (Foto: Büro Schmädeke)

Schmädeke sagt zu, das Gehörte mit nach Hannover zu nehmen und dort den Kolleginnen und Kollegen im Fachausschuss vorzutragen. „Ich bin froh, dass wir in meinem Heimatwahlkreis eine der 34 Niedersachsen weiten Erwerbslosenberatungsstelle in Trägerschaft des Herberge-Vereins vorhalten und durch die Landesförderung profitieren“.   Über die Zukunft der Förderung müsse man sicherlich diskutieren, so der Landtagsabgeordnete abschließend. Der neue Wohnwege-Geschäftsführerin Petra Jäkel wünschte er für ihre Aufgaben eine glückliche Hand und beendete den Termin mit dem Versprechen, sich bald auch wieder am Rande des Plenums austauschen zu können.

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