Klare Worte bei der Jägerschaft: Naturschutz braucht Praxis, nicht nur Theorie

26. April 2026

Waidmannsheil!

Gestern war ich bei der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft des Landkreises Nienburg/Weser zu Gast. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut – und vor allem über den offenen und ehrlichen Austausch.

Eines ist für mich dabei ganz klar geworden – und das habe ich auch deutlich gesagt:
Naturschutz entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern draußen vor Ort.

Die Jägerinnen und Jäger leisten hier jeden Tag einen konkreten Beitrag. Biotope werden gepflegt, Wildbestände verantwortungsvoll reguliert und bei der Rehkitzrettung wird mit großem ehrenamtlichen Einsatz gearbeitet – oft früh morgens, mit viel Abstimmung und inzwischen auch moderner Technik wie Drohnen. Das ist kein Symbol, das ist gelebte Verantwortung.  

Gleichzeitig wird die Arbeit nicht einfacher. Themen wie invasive Arten – etwa die Nutria – oder der steigende Aufwand beim Fallwild zeigen, wie sehr sich die Anforderungen verändert haben. Mehr Verkehr bedeutet mehr Wildunfälle – und am Ende sind es oft die Jägerinnen und Jäger, die sich darum kümmern. Das gehört zur Realität im ländlichen Raum dazu und darf politisch nicht ausgeblendet werden.

Ein zentrales Thema war – wie überall – der Wolf. Und hier muss ich klar sagen:

So wie es aktuell läuft, funktioniert es nicht.

Es reicht nicht, auf Bundesebene Ankündigungen zu machen, wenn die Umsetzung vor Ort nicht trägt. Ein wirksames Bestandsmanagement ist überfällig. Gleichzeitig sehen wir gerade, dass die Landesregierung in der konkreten Ausgestaltung wieder ausweicht und notwendige Schritte verwässert. Das hilft weder den Weidetierhaltern noch den Menschen im ländlichen Raum.  

Es reicht nicht, auf Bundesebene Ankündigungen zu machen, wenn die Umsetzung vor Ort nicht trägt. Ein wirksames Bestandsmanagement ist überfällig. Gleichzeitig sehen wir gerade, dass die Landesregierung in der konkreten Ausgestaltung wieder ausweicht und notwendige Schritte verwässert. Das hilft weder den Weidetierhaltern noch den Menschen im ländlichen Raum.  

Wir brauchen endlich Lösungen, die in der Praxis funktionieren – rechtssicher, schnell und nachvollziehbar.

Beim Jagdrecht selbst sehe ich keinen Anlass für große Experimente. Mein Eindruck ist: Das bestehende Recht funktioniert im Grundsatz. Entscheidend ist, dass die Rahmenbedingungen verlässlich bleiben und die Jägerschaft ihre Arbeit ohne zusätzliche Bürokratie leisten kann.  

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die klare Haltung der Jägerschaft:
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – im Revier genauso wie in der politischen Diskussion. Die Demonstrationen und Stellungnahmen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Jägerschaft ihre Stimme erhebt. Das ist wichtig – und das kommt auch an.

Für mich steht fest:
Ohne die Jägerinnen und Jäger funktioniert aktiver Naturschutz in unserer Kulturlandschaft nicht.

Vielen Dank für Ihren Einsatz – Tag für Tag draußen vor Ort.

Waidmannsheil!

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