Äußerungen über Bahnpläne sorgen für Unruhe

ROHRSEN. Zu einem informellen Treffen kamen in dieser Woche Vertreter der CDU aus Nienburg und Samtgemeinde Heemsen zusammen, um sich vor Ort über die Zusammenarbeit auszutauschen. Berichte in unserer Heimatzeitung DIE HARKE hatten für Unruhe in der Rohrsener Bevölkerung gesorgt. Die Zeitung hatte umfangreich aus dem Stadtentwicklungsausschuss berichtet und Ängste geschürt, man würde von Seiten der Nienburger vom gemeinsamen Vorgehen abweichen wollen. „Das ist definitiv nicht der Fall“, versicherte der Nienburger CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Rübenack, zumindest nicht von Seiten der CDU. Für Rübenack sei es wichtig, gemeinsam mit den Vorschlägen der Bahn umzugehen. „Allerdings bin ich auch dafür, dass man sich zumindest in Gedanken mit der Zukunft beschäftig und gemeinsam eigene Ideen entwickelt für den Fall, dass doch irgendwann eine weitere Trasse von der Bahn geplant werden wird“. Matthias Hogrefe, der zu dem Treffen eingeladen hatte, machte deutlich, dass eine weitere Trasse das ohnehin schon belastete Rohrsen und Teile von Heemsen nicht mehr zuzumuten sei. Während im Hintergrund Zug um Zug den „Rohrsener Bahnhof“ passierte wurde deutlich, dass einige Züge das Gespräch fast unmöglich machten, während andere technisch innovative Personen- und auch Güterzüge einen deutlich geringeren Geräuschpegel entwickelten.

„Wir müssen darauf bestehen, dass die Bahn im Bestand alle Möglichkeiten ausschöpft, die ihr beim Lärmschutz zur Verfügung stehen, bevor über lange Ausweichtrassen diskutiert wird! Sowohl in Rohrsen als auch (bei weiter gefasster Umgehung) in Heemsen würden bestehende dörfliche Strukturen unweigerlich zerschnitten und damit eine lebenswerte dörfliche Innenentwicklung „ad absurdum“ geführt “, formulierte der Heemser Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke die gemeinsamen Forderungen der betroffenen CDU- Verbände. Bereits Anfang Januar hatten sich Vertretende aller Fraktionen das erste Mal zusammengesetzt, um über die Pläne der Bahn zu diskutieren und man war sich einig, dass es eine für alle akzeptable Lösung geben müsse, Nienburg nicht auf Kosten der Umlandgemeinden in dieser Sache vorgehen sollte. „Umso größer war die Entrüstung über den Bericht aus dem Nienburger Stadtentwicklungsausschuss!“ betont Fritz Bormann, Bürgermeister der Gemeinde Rohrsen. 

Trafen sich zu einem gemeinsamen Gesprächstermin vor Ort- Rohrsens Bürgermeister Fritz Bormann, MdL Dr. Frank Schmädeke, der Nienburger Stadtratsfraktionsvorsitzende der CDU Hans-Peter Rübenack und der CDU-Vorsitzende in der Samtgemeinde Heemsen Matthias Hogrefe

(Foto: CDU-SG Heemsen).

Es bleibe abzuwarten, wie sich die Dinge in der nahen Zukunft entwickeln, einige war man sich jedoch darüber, dass die Umsetzung der Pläne einen weitaus größeren Zeitrahmen hätte. „Zunächst bekommen wir erst einmal die Blockverdichtung“, so Rübenack, „das ist sicher. Und die muss so verträglich wie möglich gestaltet werden“ Dafür setze sich auch die Nienburger CDU ein. 

Man werde gemeinsam alle Möglichkeiten ausschöpfen, um gemeinsam Einfluss auf die Umsetzung der Bahnpläne zu nehmen, dazu auch noch das Gespräch auf Bundesebene suchen, fasste Matthias Hogrefe zusammen. Bis dahin sei es vor allem wichtig, miteinander im Dialog zu bleiben, denn einzeln werden man wohl kaum etwas erreichen können. 

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