CDU-Stadtverband und Stadtwerke-Chef Thomas Breer zu Gast am Südring

NIENBURG. Zu einer interessanten Betriebsbesichtigung begrüßten am vergangene Donnerstag Gesellschafter Ronnie Dierking und Geschäftsführer Stefan Krieg Mitglieder des CDU-Stadtverbandes, die heimischen Landtags -und Bundestagsabgeordneten Karsten Heineking, Sebastian Lechner und Maik Beermann in ihrem Betrieb am Südring.

Seit Dezember 2020 hat das 2015 gegründete Unternehmen seinen Firmensitz dort. Seit Januar läuft auch der Betrieb mit sieben Mitarbeitenden und einer Auszubildenden im neuen Gebäude.

 „Wir sind ordentlich gewachsen!“ freut sich Geschäftsführer Stefan Krieg über die gute Entwicklung von MED BUY, das mit neuer Software noch flexibler agieren kann. „Das ist in der Medizintechnik wichtig!“ MED BUY vertreibt und wartet Medizintechnik, wie zum  Beispiel AED-Geräte, Arbeitsschutz- und innovative Randprodukte. Dabei sei es für die Kunden wichtig, immer lösungsorientiert zu sein, um vor allem im neuen Segment, der medizinischen Logistikdienstleistung schnell liefern zu können, was gebraucht wird.

Neben der Logistik und dem medizintechnischen Vertrieb nebst Wartung  bietet das junge Nienburger Unternehmen Dienstleistungen wie Notfalltraining und Schulungen, kompetente Verkaufsberatung und auch konzeptionelle Beratung.

„Eigentlich wollte ich keinen Bauchladen!“ betont Geschäftsführer Stefan Krieg. Man habe aber das Portfolio der Nachfrage angepasst und vor allem in den letzten beiden Jahren während der Pandemie im Sinne der Kunden gehandelt, um mit den  Lieferengpässen und  Preissteigerungen bei Verbrauchsmaterialen besser umgehen zu können. Auf Nachfrage von MdB Maik Beermann bestätigt Ronnie Dierking, dass auch die Krise im Halbleitergeschäft Probleme bereite. Es seien noch Bestellungen aus März offen. „Es läuft nicht rund und das merken wir!“

Dazu komme der spürbare Fachkräfte-Mangel. „Um hier mit unseren Produkten arbeiten und mit den sehr speziellen Anforderungen umgehen zu können, brauche es Know-How. „Wir arbeiten zudem immer etwas unter Zeitdruck, bei uns kann man den Kunden nicht sagen- kommt in sechs Wochen! Kliniken und Praxen müssen sehr zeitnah beliefert werden! Medizinbedarf ist immer zeitkritisch, das Geschäft geht bei uns über die Zeit!“, betont Krieg. 

In diesem Jahr will sich das Unternehmen dem Qualitätsmangement widmen und auch die Lagerflächen noch erweitern, ein Mehrweg-versandsysthem ist bereits in der Erprobung, die wichtigen Fortbildung der Mitarbeitenden sollen durchgeführt werden, ein neuer Webshop entstehen und die Webseite überarbeitet werden.

Die schönen Räumlichkeiten des Unternehmens stellt MED BUY im Anschluss gerne auch dem Stadtwerkegeschäftsführer Thomas Breer zur Verfügung, der in einem kurzen Vortrag das Wasserstoffprojekt der Stadtwerke vorstellt. Ebenfalls am Südring angesiedelt, soll hier ein in Niedersachsen einmaliges Pilotprojekt entstehen.

„Dank unserer standortintegrierten Komplettlösung entstehen hier die Bausteine einer autarken Wasserstoffproduktions- und betankungsanlage für Brennstoffzellen Fahrzeuge“

erklärt Thomas Breer das Prinzip des Projektes. Mit Hilfe von Solar- und Windenergie und mit Ausgleich durch einen Batteriespeicher wird direkt vor Ort mittels Elektrolyse der Wasserstoff hergestellt, verdichtet und kann in zwei Druckstufen dann vertankt werden. Zum Beispiel in den Bussen des ÖPNV. „Durch den Einsatz von nur zwei Wasserstoffbussen lassen sich vor Ort jährlich 266 Tonnen CO2 einsparen!“ Das sei, so die Meinung der Zuhörenden, der richtige Weg, um durch eine Verkehrswende auch tatsächlich ökologische Ziele zu erreichen. MdL Karsten Heineking und MdB Maik Beermann freuen sich besonders über den guten Fortschritt des Projektes, denn nur durch die fördernde Unterstützung von Bund und Land war es möglich geworden, in diese Form der Wasserstoffgewinnung in Nienburg einzusteigen. „Unser Pilotprojekt ist modular, wir wachsen mit!“ betont Breer, der darauf baut, dass sich das System etablieren und wirtschaftlich profitabel führen lassen wird. 

MdB Maik Beermann lobt das Engagement der beiden Nienburger Unternehmen. „Sie denken bedarfsorientiert und arbeiten mit dem, was auch unser ländlich strukturierter Raum zu bieten hat. So bleibt am Ende auch der Nutzen bei uns in der Region“.

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