Mit Engagement und guten Argumenten für den Regierungsantrag

CDU warnt vor Ende der Weidetierhaltung

Hannover. „Es zeigt sich mehr als deutlich, dass ein Beutegreifer, der sich ohne einen natürlichen Feind in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft exponentiell ausbreitet und immer größeren Schaden anrichtet, durch den Menschen gemanagt werden muss“: Mit einem eindringlichen Appell an die Vernunft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat CDU-Agrarexperte Frank Schmädeke den Bund erneut aufgefordert, einen günstigen Erhaltungszustand nach französischem Vorbild und damit eine Untergrenze für den Wolfsbestand festzulegen. Gemeinsam mit der SPD-Landtagsfraktion will die CDU nun in Vorleistung gehen und mit der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht für den Fall gerüstet sein, dass die Bundesregierung den erforderlichen Strategiewechsel vollzieht.

Nicht nur Niedersachsen warte auf eine zügige Umsetzung durch die Bundesumweltministerin, um endlich ein rechtssicheres, effizientes und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiertes Wolfsmanagement etablieren zu können, so Schmädeke weiter. „Bei einem exponentiellen Wachstum der Population werden auch die damit verbundenen Schäden exponentiell zunehmen. Der Schadensausgleich würde so zu einer kaum zu kalkulierenden finanziellen Belastung für die Steuerzahler, bis es irgendwann keine Weidetierhalter mehr gibt, deren Schäden zu kompensieren wären.“

„Die Idee, unsere Weidetiere einfach flächendeckend mit sogenannten wolfsabweisenden Zäunen zu sichern und Halter für die Risse zu entschädigen, um damit alle Probleme zu lösen, ist gescheitert

Dr. Frank Schmädeke im Plenum

Die Erfahrung zeigt: Egal, wie hoch der Zaun ist, Wölfe wachsen an dieser Aufgabe und werden den Zaun irgendwann überwunden haben“, sagt der Agrarpolitiker. Hilflos müssten die verbliebenen Weidetierhalter dann zuschauen, wie ihre Tiere Nacht für Nacht dezimiert werden. Und dann helfen auch keine Billigkeitsleistungen des Landes, die Weidetierhalter hören auf.“

Für sein heimisches Lichtenmoor ist es bereits zu spät: „Dort ist nicht mehr viel übrig, was noch gerissen werden könnte. Viele Weidetiere sind aus der Landschaft verschwunden und ihre Halter haben aufgegeben. Der Bund muss nun zügig handeln, um den anderen Regionen dieses Schicksal zu ersparen“, so Schmädeke abschließend.

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