„Niedersachsen wurde schwer von den Extremwetterereignissen der vergangenen drei Jahre getroffen. Der Sturm Friederike durchzog mit großer Wucht vor allem Südniedersachsen. Die durch die gleichzeitig auftretende Dürre geschwächten Fichtenbestände wurden durch das Massenauftreten der Borkenkäfer auf großer Fläche zum Absterben gebracht. Auf diese Notlage hat Niedersachsen schnell reagiert!“ so Forstministerin Barbara Otte-Kinast anlässlich des heutigen 2. Nationalen Waldgipfels.

Klar ist aber: Die Lage ist weiterhin sehr angespannt – auch, wenn der niederschlagsreiche und kühle Witterungsverlauf derzeit günstig ist. Unser gemeinsames Ziel ist eine zügige Wiederaufforstung und eine langfristige Stabilisierung unserer niedersächsischen Wälder. Für die Zukunft ist außerdem wichtig, dass die vielfachen Leistungen des Waldes mehr Anerkennung finden. Deshalb begrüße ich die Initiative des Bundes, die Klimaschutzleistungen des Waldes honorieren zu wollen!“

Hintergrund:  Durch die Extremwetterereignisse der vergangenen Jahre sind in Niedersachsen rund 40.000 Hektar Freiflächen entstanden. Insgesamt fielen etwa 18 Millionen Festmeter Schadholz im gesamten Bundesland an. Für eine klimaangepasste Wiederbewaldung stellt Niedersachsen den Niedersächsischen Landesforsten bis 2025 insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Bund wurde außerdem ein Hilfs- und Maßnahmenpaket für den Privat- und Körperschaftswald auf den Weg gebracht: Allein in diesem Jahr werden so rund 32,5 Millionen Euro Fördermittel für die Wiederaufforstung und langfristige Stabilisierung der Wälder zur Verfügung gestellt. Die Förderung wird seitens privater Waldbesitzer und zahlreicher Kommunen stark in Anspruch genommen: Im Jahr 2020 wurden bereits Anträge mit einer Gesamtsumme von rund 60 Millionen Euro gestellt. 

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