Verbote brauchen Alternativen – und dazu bedarf es der Forschung für alternative Wege

Verbote brauchen Alternativen – und dazu bedarf es einer guten und weitsichtigen Forschung, die unseren Landwirten immer wieder alternative Wege aufzeigt, mit denen sie sich erfolgreich am Markt behaupten können.
So lässt sich mein Beitrag am Nachmittag in der Plenarsitzung wohl knapp zusammenfassen. Mit einer Rede für die CDU- Fraktion ging ich auf die große Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion „Was tut die Landesregierung, um das Insektensterben zu stoppen, und wann werden Bienengifte wie Neonicotinoide verboten?“ ein. Die 108 Fragen umfassende Anfrage der Grünen macht deutlich, wie wenig wir über die zahlreichen Ursachen des Insektensterbens wissen. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Studien, die sich mit der Entwicklung der Biomasse von Fluginsekten befassen. Aufgrund ganz unterschiedlicher Versuchsansätze lassen diese allerdings nicht zu, belastbare Hinweise auf die Hauptrückgangsursachen zu erhalten. Während die Grünen mit der Landwirtschaft bereits ihren üblichen Sündenbock gefunden haben, wird die Koalition auf Basis gründlicher Forschung alle Ursachen identifizieren und zielführende Maßnahmen ergreifen. Zu möglichen Ursachen zählen neben einer veränderten Bewirtschaftungspraxis von landwirtschaftlichen Nutzflächen die fortschreitende Flächenversiegelung, Luftverschmutzung, Lichtsmog und nicht zuletzt der Klimawandel, der bei einzelnen Insektenarten ebenso zu einer Zunahme der Population führen kann. Hier wollen wir Klarheit. Darüber hinaus wollen wir die Artenvielfalt beispielsweise durch die Förderung von Streuobstwiesen, Blühstreifenprogramme und die Entsiegelung bereits genutzter Flächen fördern. Auf Bundesebene setzen wir uns für ein standardisiertes Insekten-Monitoring ein, das Grundlage für eine zielführende und effiziente Stabilisierung unserer vielfältigen Insektenpopulation ist.“
Um unseren Betrieben auf dem Markt das Überleben zu sichern gehört zu jedem Verbot eines Pflanzenschutzmittels auch die Empfehlung einer wirtschaftlich tragfähigen Alternative.
Dieses können alternative Präparate sein oder auch innovative mechanische Verfahren auf Grün- und Ackerland.
Hier gilt es die Forschung voranzutreiben und notwendige Veränderungen bzw. Verbote mit Weitsicht nach einem fundierten Abwägungsprozess vorzunehmen.


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