Zum Jahresauftakt begrüßte am vergangenen Freitag Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) im großen Sitzungssaal ihres Ministeriums. Sie mahnt, es gebe zu wenig Miteinander zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und fordert einen Gesellschaftsvertrag.

Am Freitag hatten sich die Ministerin, gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landwirte aus der Protestbewegung „Land schafft Verbindung“ zu einem Gespräch getroffen. Die Landwirte brachten vor, dass sie sich in ihrer Existenz bedroht fühlen, weil sie in bestimmten Gebieten wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser weniger als notwendig düngen dürften.

Klare Worte fand die Ministerin auch zum Umbau der Landwirtschaft. Es brauche deutliche öffentliche Zuschüsse für die Landwirtschaft, um den Wandel in der Branche zu finanzieren. Ohne Gelder ließen sich mehr Tierwohl und Umweltschutz nicht verwirklichen. Neue Anforderungen an die Landwirtschaft und die Kosten für mehr Tierwohl, Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit könne man nicht ausschließlich den Landwirten und ihren Familien aufbürden.

Beitrag des NDR zum Thema: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Agrargipfel-Landwirte-unzufrieden-mit-Gespraechen,agrargipfel100.html

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