Landwirtschaft und Umweltschutz müssen Hand in …

Landwirtschaft und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen – wir wollen eine fachlich fundierte und umweltgerechte Landwirtschaft!
Wir wollen in Niedersachsen eine fachlich fundierte und umweltgerechte Landwirtschaft, von der unsere bäuerlichen Betriebe auskömmlich leben können und die die Versorgung der Menschen sicherstellt“, erklärte unser Fraktionsvorsitzender Dirk Toepffer, nach der heutigen Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion zu aktuellen Landwirtschaftsthemen.

Gerade die Düngemittelverordnung bereitet den Landwirten und den Agrarpolitikern in Niedersachsen Sorge: „Bei der Düngeverordnung wurden die Bundesländer durch Berlin nicht im Detail mit eingebunden und der EU-Vorschlag einer pauschalen Absenkung des Düngebedarfs um 20 Prozent wurde nicht von einer fachlichen Expertise begleitet“, so Helmut Dammann-Tamke, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender und agrarpolitischer Sprecher unserer Fraktion. Sogenannte rote Gebiete sollten nach unserer Meinung binnendifferenziert auf ein Minimum reduziert werden. Wenn wir die Forderungen aus Brüssel eins zu eins umsetzen, würde Niedersachsen in Bezug auf Transparenz und Kontrollmöglichkeiten hinter den bereits heute erreichten Stand zurückgeworfen werden. Das wäre mit Blick auf den Umweltschutz kontraproduktiv!

In Fragen der Sauenhaltung erwarten wir von Berlin, dass die dortige große Koalition akzeptiert, dass es in Niedersachsen einen Beschluss der Regierungsfraktionen hin zum vierten Weg bei der Ferkelkastration gibt. Wir erwarten weitere Anstrengungen im Forschungsbereich, um praxisorientierte Lösungen anbieten zu können. In den letzten 10 Jahren haben 50 Prozent der Sauenhalter aufgegeben, in den kommenden 10 Jahren müssen wir damit rechnen, dass weitere 50 Prozent aufgeben. Wenn nur die großen Betriebe überleben und kleine Betriebe verschwinden, dann gehen gerade unsere regionalen Lieferketten verloren. Das geht zu Lasten einer ressourcenschonenden und am Tierwohl orientierten Landwirtschaft.

Unsere niedersächsischen Landwirtschaft ist auch in besonderer Weise vom geplanten SuedLink betroffen. Dies sehen die niedersächsischen Agrarpolitiker ebenfalls kritisch: Unser agrarpolitischer Sprecher, Helmut Damman-Tamke formulierte darum unsere Forderung nach einem auf 10 Jahre angelegten Monitoringverfahrens, verbunden mit einer Beweislastumkehr für die unterschiedlichen betroffenen Standorte. Unsere Landwirte dürfen nicht zweimal belastet werden. Es ist keinem zu erklären, warum eine Infrastrukturmaßnahme, die durch die gewollte Energiewende hervorgerufen wurde und damit unmittelbar dem Klimaschutz dient, unsere Landwirte zweimal über Flächenentzug belastet. Es stellt sich die Grundsatzfrage, warum eine Maßnahme, die dem Klimaschutz dient, ausgeglichen werden muss.


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