Versorgungssicherheit in Dürrezeiten, Sicherung der Wasserqualität und Hochwasserschutz: Mit einem gemeinsam mit zahlreichen Fachverbänden und Experten erarbeiteten Maßnahmenkatalog wollen SPD und CDU das Wassermanagement des Landes für die künftigen klimabedingten Herausforderungen aufstellen. Das sieht unter anderem vor, die Grundwasserqualität zu verbessern, dezentrale Versorgungsstrukturen auszubauen, den Wasserabfluss im Binnenland periodisch zu verlangsamen und die Förderung neuer technischer Speicheranlagen zu prüfen.

Am vergangenen Mittwoch durfte ich den Antrag für die CDU-SPD-Fraktionen in den Landtag einbringen und überzeugen, das wir in Niedersachsen entgegen mancher Behauptungen keine Wasserknappheit haben, obwohl in den vergangenen Jahren Versorger vereinzelt regionale Engpässe angemeldet Hatten. Für uns ist klar, dass wir das saubere und hochwertige Trinkwasser überall in unserem Land schützen müssen – es ist Qualitätsfaktor und Lebensgrundlage zugleich.

Das Wassermanagement des Landes muss einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, vom Auffangen über die Speicherung bis hin zur Entnahme. Der Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen zielt in diesem Kontext darauf ab, zu prüfen, wie beispielsweise in Wintermonaten der Wasserrückhalt im Binnenland gestärkt werden kann. Es geht auch darum, zu schauen, ob man Talsperren oder Speicherbecken und deren Bau fördern kann und es gilt natürlich auch, wassersparende Techniken auszubauen, wo es geht.

Es ist zu befürchten, dass die Auswirkungen des Klimawandels diesen Effekt verschärfen und damit zu weiteren regionalen Engpässen von Trink- und Brauchwasser für Industrie und Landwirtschaft führen. Auch auf der Verbraucherseite wollen wir agieren und die Gründung von Beregnungsverbänden und wassersparenden Beregnungstechniken unterstützen, zum Beispiel durch eine entsprechende Agrarförderung. Insgesamt soll die Entnahme von Wasser intensiver überwacht und besser gesteuert werden.

Niedersachsen hat kein Mengenproblem, sondern ein Problem mit der räumlichen und auch zeitlichen Verteilung der Niederschläge.

Für ein effizienteres Wassermanagement bedarf es zudem besser vernetzter Verwaltungs- und Kommunikationsstrukturen, um auf diese Weise langjährige Wasserrechtsverfahren schneller und sinnvoll abzuschließen.

Um den aktuellen Veränderungen, gerade in Hinblick auf den Klimawandel, Sorge zu tragen, bedarf es spezifischer niedersächsischer Anpassungsstrategien. Es braucht eine niedersächsische Ressourcenplanung für das Wasser. Hierfür ist eine Novelle des Niedersächsischen Wassergesetzes notwendig. Übergeordnetes Ziel ist es, die Ressource des Wassers, die nicht nur für den privaten Gebrauch, sondern auch für die Landwirtschaft und Industrie von essenzieller Bedeutung ist, und ihre verschiedenen Nutzungsinteressen so zu steuern, dass eine faire und nachhaltige Teilhabe am Wasserdargebot sichergestellt wird.

Hier gibt es meine Rede zum effizienten Wassermanagement aus dem Landtag zum Nachhören:

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