Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist gefordert! Zusätzlich zu unseren Bemühungen in Hannover und meinem Engagement für eine Lösung des Problems, das deutlich weiter greift, als die Forderung nach Bestandsuntergrenzen für den Wolf nach französischem Modell oder die Aufnahme ins Jagdrecht (dem folgt inzwischen auch die CDU-Landtagsfraktion) gab es in dieser Woche deutliche Worte des Ministerpräsidenten. Und auch unsere Gespräche mit MdEU David McAllister und der ständige fachliche Austausch mit MdEU Lena Düpont zeigen Wirkung. Ein Schulterschluss mit Brüssel und Berlin ist erforderlich, um ein wirkungsvolles Wolfsmanagement implementieren zu können. Die Bundesministerin hatte in dieser Woche dazu Post aus Brüssel. Darin wurde noch einmal ausführlich dargelegt, dass die Habitat-Richtlinie zwar den Wolf schützt und jedes Mitgliedland verpflichtet, den günstigen Erhaltungszustand herzustellen, aber auch ausformuliert, dass die Definition dieses Erhaltungszustandes den Mitgliedstaaten obliegt. Darüber hinaus sehe die Richtlinie ebenfalls vor, dass eine Entnahme und Tötung von Wölfen im Rahmen von Ausnahmegenehmigungen erlaubt werde, wenn der günstige Erhaltungszustand erreicht sei.Die EU-Abgeordneten unterstützen eine machbare Koexistenz, heißt es in dem Schreiben, solange dabei Mensch und Tier geschützt und die Maßnahme umsetzbar und für Landwirte und Menschen im ländlichen Raum bezahlbar blieben. Im vergangenen Jahr wurden allein in drei Bundesländern über 1000 Nutztiere von Wölfen gerissen. Nicht nur Schafe und kleine Nutztiere fielen mittlerweile dem Wolf zum Opfer, sondern auch Rinder und sogar Pferde. Dieses Verhalten sei umso gefährlicher, als der Wolf sehr schnell lerne und sein Verhalten an die Nachkommen weitergebe. Deutschland müsse endlich Regeln für einen günstigen Erhaltungszustand finden, denn die Zeit dafür sei mehr als reif. Deutlicher kann man eine Aufforderung an die Bundesministerin nicht stellen und nicht nur Niedersachsen erwartet jetzt eine zügige Umsetzung aus Berlin.

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