Vehement in der Fraktionssitzung vorgetragen- der Wolf muss ins Jagdrecht!

CDU-Landtagsfraktion beschließt Aufnahme bei der anstehenden Novelle

Nach intensiven und durchaus auch kontroversen Diskussionen bei der Fraktionssitzung in Hannover, hat die CDU-Landtagsfraktion beschlossen, dass der Wolf bei der anstehenden Novelle des Jagdrechts in dieses aufgenommen wird.

Wir wollen Klarheit schaffen. Der Wolf gehört ins Jagdrecht und die Diskussion, ob und warum muss beendet werden. Die Nutztierhalter, wie zuletzt unsere niedersächsischen Pferdebesitzer, haben für das Hin und Her in der öffentlichen Diskussion kein Verständnis mehr“.

Erst in der vergangene Woche hatte ich mich gemeinsam mit meinen Landtagskollegen Gudrun Pieper und Karsten Heineking und mit Vertretern aus Pferdesport -und Zuchtverbänden getroffen- das Stimmungsbild ist eindeutig und ich kann das gut nachvollziehen.

„Was wir jetzt brauchen ist kein Aktionsplan oder einen Arbeitskreis, wir brauchen schlicht die richtigen Rahmenbedingungen, um den Wolf vernünftig zu managen und diese Schäden in Zukunft abzuwenden“. 

Frank Schmädeke

Alle Argumente sind bereits genannt. Ich fordert ein Ende der Diskussionen auf dem Rücken der Weidetierhalter und entschlossenes Handeln, nicht nur in Hannover. Bund und EU müssen einsehen, dass wir diesen Weg der Wiederansiedlung von Wölfen so nicht gehen können und ich glaube auch nicht, dass man das bis zu diesen Konsequenzen vorgedacht hatte.

Es geht in Niedersachsen um den weltweiten Ruf als Pferdeland, um die Pflege der schützenswerten Kulturlandschaft und darum, ein Nebeneinander von Menschen, Weidetieren und Wölfen so umzusetzen, dass jeder zu seinem Recht kommen kann.

Das Argument, man wolle den Wolf wieder ausrotten lasse ich nicht gelten. Fuchs und Wildschwein sind auch im Jagdrecht und in einem sehr guten Erhaltungszustand. Es gehe mir darum, auch die Jägerschaft für diese anspruchsvolle Aufgaben zu gewinnen. Wir brauchen unsere erfahrenen heimischen Jäger für ein erfolgreiches Management! Die erfolglose Bejagung des Rodewalder Rüden hat das deutlich gezeigt. Ebenso, wie spätestens nach dem Riss der Hannoveraner vor zwei Wochen jedem klar sein sollte, dass das „wolfssichere Zäunen“ eine Utopie ist.

„Mit der Aufnahme in das Jagdrecht wollen wir die Voraussetzungen schaffen, dass Wölfe, die auffällig sind, zügig entnommen werden können. Dazu muss sich allerdings die Bundesumweltministerin Schulze endlich bewegen und dafür sorgen, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation, der längst erreicht ist, offiziell anerkannt wird“

Martin Bäumer, der stellvertretender Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion

Mittelfristig forder die CDU daher eine Obergrenze für die Wolfspopulation, wie sie zum Beispiel in Frankreich existiere.

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